Über mich

Die erste Ausbildung - Einstieg ins Berufsleben

Meine erste Ausbildung absolvierte ich bei der damaligen Schweizerischen Kreditanstalt in Zürich. Nach der KV-Lehre arbeitete ich für eine kurze Zeit in der Abteilung für Kleinkredite.
Eine Gelegenheit, mehr mit Menschen zu tun zu haben, bot sich mir bei der Arbeit auf einem Jugendsekretariat. Da lernte ich vieles über Vaterschaftsabklärungen, Alimentenbevorschussung, Schuldenberatung usw. Ich wollte herausfinden, ob ich mir ein Leben als Sozialarbeiter vorstellen könnte… Als Bewegungsmensch fehlte mir bei dieser Arbeit jedoch der körperliche Aspekt.

In dieser Zeit trainierte ich äusserst intensiv Judo und entsprechend war ich auch ab und zu verletzt.  Deshalb landete ich immer wieder in einer Physio- oder Massagepraxis. Was da mit mir gemacht wurde hat mich total fasziniert und beeindruckt; es wurde mir bald klar: Eine Physiotherapieausbildung sollte es sein.

Damals war es jedoch nicht einfach, einen der raren Ausbildungsplätze zu ergattern. Deshalb suchte ich parallel dazu auch nach anderen Arbeitsfeldern, welche mich interessierten: Zum Beispiel führte ich zusammen mit ein paar Kollegen ein Restaurant im Zürcher Oberland. Kochen und Gäste bewirten blieb mir aus dieser Zeit als Hobby erhalten.

Bereits  ein Jahr später erhielt ich die Zusage, dass ich im Bethesda-Spital in Basel mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten beginnen konnte.

Die zweite Ausbildung: Physiotherapie

Während der Ausbildung und späteren Weiterbildungen lernte ich mit grossem Interesse unterschiedliche manualtherapeutische Ansätze (Sohier, Kaltenborn/Evjenth, Osteopathische Techniken, FOI), verschiedene Techniken zur Behandlung der Weichteile sowie Bewegungsübungen zur Mobilisierung und Stabilisierung der Gelenke und Funktionen.

Mein Werdegang als Physiotherapeut

Nach einigen Lehrjahren in unterschiedlichen Bereichen der Physiotherapie, inklusive Intensivstation, übernahm ich die Leitung der Physiotherapie der Klinik Hirslanden in Zürich. Meine Kaufmännische Erstausbildung kam mir dabei zugute. Das neue Arbeitsfeld bedeutete für mich eine sehr interessante und auch intensive Erfahrung. Die Hirslanden-Klinik war seinerzeit stark am wachsen: Nebst Orthopädie, Gynäkologie und Herzchirurgie kamen laufend neue Fachrichtungen dazu: u.a. Pneumologie, Sportmedizin, ein Adipositas-Zentrum, Viszeralchirugie, Wirbelsäulenchirurgie.
Nebst der Sicherstellung einer hohen Behandlungskompetenz und Wirtschaftlichkeit lag mir die Ausbildung der zu betreuenden Physiotherapieschüler*innen sehr am Herzen, welche wir bei deren ersten praktischen „Gehversuchen“ begleiten durften. Zu Beginn meiner Leitungsstelle in der Hirslanden-Klinik bestand die Physiotherapie aus einem Team von ca. 8 Fachkräften. Als ich zehn Jahre später die Klinik wieder verliess, waren wir auf 36 Therapeut*innen angewachsen.

Während dieser Zeit als Chefphysiotherapeut absolvierte ich berufsbegleitend eine körperpsychotherapeutische Ausbildung, welche meinen beruflichen und auch persönlichen Horizont enorm erweiterte (siehe Interview auf GFK-Seite).

Der Schritt in die Selbständigkeit

2002 wechselte ich in die Selbständigkeit: Ich eröffnete in Winterthur meine Praxis für Physiotherapie, Körperorientierte Prozessbegleitung und Focusing. Zudem gründete ich 2003 zusammen mit Inger Wulf das Ausbildungsinstitut für Basic Body Awareness Therapie (IBBAT), Schweiz.

Neben der spannenden Arbeit mit meinen Patient*innen in der Praxis investiere ich weiterhin viel Zeit in meine persönliche und berufliche Weiterbildung. Einen grossen Teil meiner Arbeit widme ich auch der Lehr- und Weiterbildung in BBAT und Psychosomatik in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Für Mensch und Hund

Die Arbeit mit Bewegung, Körperwahrnehmung und funktionellen Zusammenhängen hat mich während meiner gesamten beruflichen Laufbahn fasziniert – beim Menschen ebenso wie beim Tier. Hunde begleiten mich schon lange privat, und immer wieder stelle ich fest, wie ähnlich sich viele körperliche Zusammenhänge bei Mensch und Hund zeigen.

2023/24 erfüllte ich mir deshalb einen langgehegten Wunsch: Ich absolvierte die eineinhalbjährige Zusatz-Ausbildung in Hundeosteopathie am Deutschen Institut für Pferde- und Hundeosteopathie (DIPO) in Dülmen (DE). Diese Ausbildung richtet sich ausschliesslich an Human-PhysiotherapeutInnen, OsteopathInnen und TierärztInnen und baut auf einem fundierten Wissen über Anatomie, Biomechanik und manuelle Behandlungstechniken auf.

Während dieser intensiven Ausbildungszeit vertiefte ich mein Verständnis für den Bewegungsapparat des Hundes, lernte osteopathische Untersuchungs- und Behandlungstechniken für Tiere und beschäftigte mich mit den funktionellen Zusammenhängen zwischen Bewegung, Haltung und inneren Organen.

Es freut mich sehr, dass ich dieses Wissen seither in meine Arbeit integrieren kann – und nun neben meinen menschlichen PatientInnen auch unseren vierbeinigen Freunden osteopathische Behandlungen anbieten kann.

Eckdaten

Ausbildungen
 

  • Diplom des Kaufmännischen Verbandes (KV), 1981
  • Dipl. Physiotherapeut, Ausbildung in Basel, Schweiz, 1993, BSc 2010
  • Analytische Physiotherapie nach R. Sohier, 1994 - 1997
  • Manuelle Therapie SAMT, 1994 - 1995
  • Ausbildung in personzentrierter Gesprächsführung, Focusing und Körperarbeit (©GFK-Institut Zürich), 1998 - 2003
  • Integrative CranioSacral Therapie, ubh seminare, 1999 - 2002
  • Focusing Begleiter, 2004
  • Focusing Trainer und Ausbilder des Focusing Netzwerkes, 2005
  • Basic Body Awareness Therapie (BBAT), Therapeutische Kompetenz, 2006
  • Muscle Balance, 2007
  • Diplom zum Ausbilder für Basic Body Awareness Therapie (BBAT), 2009
  • Fachsupervisor des Schweizerischen Physiotherapieverbandes (physioswiss) für Psychosomatik, 2013
  • Trager®-Praktiker, 2013
  • Zertifizierter Erwachsenerbildner SVEB I, 2016
  • Zertifizierter Therapeut für Funktionelle Orthonomie und Integration (FOI) 2018 - 2020
  • FOI - Myofaszial, 2020
  • FOI - Manipulation, 2021
  • FOI - Cranio-Faszial, 2022
  • FOI - Viscero-Faszial, 2023
  • Zertifizierter Hundeosteo-/-physiotherapeut HOP 2023 - 2024
  • zusätzlich: verschiedenste physiotherapeutische und körperpsychotherapeutische Weiterbildungen, 1993 - heute

Therapeutische Tätigkeit
 

  • 1993 - 2002 tätig als diplomierter Physiotherapeut in verschiedenen Fachbereichen, zuletzt als Chefphysiotherapeut der Klinik und des Medizinischen Trainingszentrums Hirslanden, Zürich
  • seit 2002 eigene Praxis in Winterthur für Physiotherapie, Körperorientierte Prozessbegleitung und Focusing
  • 2002 - 2008 Lehrbeauftragter für Psychosomatik an der Schule für Physiotherapie am Universitätsspital Zürich
  • 2003 Gründung des Instituts für Basic Body Awareness Therapie (IBBAT) zusammen mit Inger Wulf
  • seit 2003 Lehr- und Weiterbildungstätigkeit in BBAT, Psychosomatik und Körperpsychotherapie in der Schweiz, Deutschland und Österreich
  • seit 2009 Mitglied der International Association of Teachers in Body Awareness Therapy